Warum bietet BEKA 3 verschiedene Techniken für Kühl- und Heizdecken an - Kapillarrohrmatten, Kupferrohrmäander und die Singlerohrtechnik?

BEKA ist ein reiner Hersteller und hat sich darauf spezialisiert, den Installateuren und Kühldeckenbauern die für ihr jeweils konkretes Projekt die am besten geeignete Komponente anzubieten. Alle drei Techniken – Kapillarrohrmatten, Kupferrohrmäander und Singlerohrtechnik – sind im Markt bestens bekannt und sind fester Bestandteil der Planung von Kühl- und Heizdecken. Um unseren Kunden in jeder Form helfen zu können, war es ein naheliegender Schritt, alle drei technischen Lösungen aus unserer eigenen Fertigung her anzubieten.

Wie viel Leistung bringt eine Kühldecke?

Immer ausreichend genug! In Standardeinbausituationen werden folgende Leistungen erreicht (geprüfte Werte nach EN 14240):

Putzdecke:  76 W/m²
Gipskartondecke:  68 W/m²
Metallkassettendecke:  89 W/m²

Letztendlich wählt der Ingenieur immer am konkreten Projekt sowie unter Berücksichtigung des tatsächlich vorliegenden Kühlleistungsbedarfs und der Deckenkonstruktion die richtige Kühldeckenvariante aus.

Was tun, wenn ich mehr Kühlleistung benötige?

Noch mehr Kühlleistung? Kein Problem! Allein der Deckenaufbau sowie die Temperaturdifferenz ΔT zwischen der mittleren Wassertemperatur und der Raumbezugstemperatur beeinflussen die Kühlleistung einer Kühldecke. Neben der Erhöhung des ΔT kann auch der konvektive Leistungsanteil der Deckenfläche durch erzwungene oder künstlich gesteuerte Konvektion erhöht werden. Höhere Konvektion kann z.B. durch offene Decken oder Deckensegel erreicht werden.

Somit sind Kühlleistungen nach DIN von bis zu 180 W/m2 möglich.

Kann es zu Ausschwitzungen bzw. Kondenswasserbildung im Kühlbetrieb kommen?

Nein! Durch die Integration von Taupunktwächtern wird die Luftfeuchtigkeit des Raumes jederzeit kontrolliert. Erreicht diese einen kritischen Wert, wird der gesamte Kühldeckenbereich abgeschaltet. Sinkt die Luftfeuchte, schaltet sich das System selbständig wieder ein.

Was kann ich tun, wenn ich in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit kühlen möchte?

Sie können die Anlage mit einer künstlichen Luftentfeuchtung zusammen betreiben. Diese Luftaufbereitung verhindert die Kondensation und schafft zugleich angenehme Raumlaufqualität durch Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Die Verwendung eines Taupunktfühlers verbleibt als zusätzliche Sicherung.

Kann ich ein Kühldeckensystem auch zum Heizen verwenden?

Selbstverständlich kann ein Kühldeckensystem auch zum Heizen verwendet werden! Dabei ist es unabhängig davon ob eine BEKA Kapillarrohrmatte, ein BEKA Kupfermäander oder die BEKA Singlerohrtechnik verbaut wurde. Zum Heizen wird statt kaltem Wasser einfach warmes Wasser in die aktivierten Raumflächen geleitet.

Mit welchen Vorlauftemperaturen arbeitet die Deckenheizung?

28°C genügen in der Regel.

Welche Energiequelle eignet sich bevorzugt für die Verwendung von Heiz- und Kühldecken?

Generell Können Heiz- und Kühldecken mit allen gängigen Energiequellen betrieben werden.
In Kombination mit einer Wärmepumpe kann diese ihr ganzes Potential ausspielen. Durch die niedrigen Vorlauftemperaturen kann die Wärmepumpe besonders effektiv arbeiten!
Des Weiteren wird meistens ein Split Betrieb angeboten. Dadurch kann eine Wärmepumpe im Sommer kühlen und im Winter heizen!
 

Welche Aufbauhöhe besitzt eine BEKA Fußbodenheizung?

Die Kapillarrohrtechnik macht es möglich, dass nur 15 mm Aufbauhöhe inklusive des Oberflächenbelages oft schon genügen.
Die BEKA Singlerohr Fußbodenheizung benötigt lediglich 17mm Aufbauhöhe zuzüglich der Stärke des gewählten Bodenbelages.
Beide Systeme der Dünnbett Fußbodenheizung sind besonders bei Sanierungen interessant!

Welche Lebensdauer hat das System?

50 Jahre und mehr - Standardbetriebsbedingungen für das Heizen und Kühlen sind selbstverständlich vorausgesetzt.

Was wird als Medium verwendet?

Im weiten Verständnis handelt es sich bei dem wärmetragenden Medium um Wasser. Es gilt jedoch als das oberste Gebot in allen Kühl- und Heizdeckenanlagen: Korrosion der Anlage darf nicht zugelassen werden.

Der Errichter und der Betreiber haben dafür Sorge zu tragen, dass die Anlagenteile nicht korrodieren. Das Kühl- und Heizwasser ist eine Komponente der Anlage und muss auch als solche betrachtet und hinsichtlich der Eignung ausgesucht werden.

Da Korrosion ein sehr komplexer Vorgang ist, wird empfohlen, die Fachleistung der Wasserbehandlung durch die Kompetenz einer Fachfirma begleiten zu lassen.

Wie funktioniert die BEKA Kapillarrohrtechnik?

Das Herzstück des BEKA Kapillarrohrprinzips ist ein geschlossenes System aus dünnen Röhrchen. So wie sich die Blutgefäße direkt unter der menschlichen Haut befinden, liegen die Kapillarrohrmatten dicht unter der Oberfläche von Wänden, Fußböden und Decken. Kühles oder warmes Wasser durchströmt das Netz und versorgt die Räume mit angenehmen Temperaturen.
So wie der Blutkreislauf den Menschen Leben gibt, geben BEKA Kapillarrohrsysteme den Gebäuden thermisches Leben.

Kann ich die Kapillarrohrtechnik in vorhandene Systeme anbinden?

Ja, durch die Verwendung eines Wärmetauschers kann das Kapillarrohrsystem bedenkenlos überall angeschlossen werden. In diesem entstandenen Sekundärkreislauf werden nur nichtkorrosive Bauteile (Kunststoff, Edelstahl, Bronze, Messing, Kupfer) verwendet! Das verhindert die Korrosion und die Verstopfung der Kapillarrohre mit Korrosionsschlamm zuverlässig.

Kann eine Verschlammung bei Kapillarrohrmatten auftreten?

Nein! Durch die Systemtrennung über einen Wärmetauscher kann keine Korrosion entstehen.
Verschlammung ist eine Folge von Korrosion.
Korrosion wiederum ist eine kostspielige Energievernichtung, da sie die Leistung der Anlage reduziert sowie deren Bauteile unbrauchbar macht!
Ein fachmännisch verbautes Kapillarrohrsystem erreicht durch seine lange Lebensdauer eine im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen  positive Ökobilanz und eine lange Lebensdauer!


Kann ich eine Kapillarrohrmatte reparieren, wenn diese bei der Installation oder später verletzt wird?

Eine Weiterverwendung einer beschädigten Kapillarrohrmatte ist meist kein Problem. Das schadhafte Kapillar wird herausgeschnitten und anschließend an den Enden verödet. Der Verlust dieses Kapillars auf die gesamte Energieaustauschfläche ist so gering, dass keine Leistungseinbußen zu bemerken sind.

Was habe ich vor der Inbetriebnahme von Kapillarrohrmatten zu beachten?

Vor der Inbetriebnahme ist das Kapillarrohrsystem auf Undichtigkeiten zu überprüfen. Dies erfolgt durch eine Druckprüfung mit Luft bzw. in einem zweiten Schritt mit Wasser bei 10 bar.
Wird eine Undichtigkeit an einem Kapillar festgestellt, kann diese Problemlos behoben werden.

Kann man die Kapillarrohrmatten als Flächenabsorber verwenden?

Generell kann die Matte als Absorber verwendet werden. Die Produkteigenschaften des Polypropylen verbieten jedoch einen direkten Sonnenlichtkontakt. Die Matte ist vor direkter UV-Strahlung zu schützen!