News zur Flächenheizung und Flächenkühlung

Eisspeicher im Apfelweintank

|   Rohrpost 44 Herbst 2019

Projekt

Ein auf Ökologie bedachtes Softwareunternehmen im hessischen Dreieich betreibt große Green-IT Rechenzentren. Die Abwärme, die hier entsteht, wird durch sorgfältig geplante Haustechnik effektiv genutzt, um das Gebäude zu heizen. Das Besondere dabei ist der Einsatz eines BEKA Eisspeichers, der in einen vorhandenen Apfelweintank eingebaut wurde.

Die IT-Firma sitzt auf dem Gelände einer ehemaligen Apfelweinkelterei. Im Keller befinden sich gemauerte Apfelweintanks. Solch ein Tank dient jetzt dem Kapillarrohrwärmespeicher als Gehäuse. Liegt im Winter die Abwärme aus dem Serverraum höher als der Wärmebedarf des Gebäudes, so wird Wärme in den Eisspeicher abgelagert. Liegt hingegen der Wärmebedarf im Gebäude höher als die Abwärme, so wird der Wärmespeicher entladen. Die Entladung kann bis zur vollständigen Eisbildung erfolgen. In Zeiten mit geringem Wärmebedarf wird der Eisspeicher über die Abwärme wieder regeneriert.

„Der Auftraggeber wollte ursprünglich lediglich die Abwärme der Serverräume in dem mit Wasser gefüllten Tank speichern.“, erläutert Christoph Rosinski von GEFGA, der die Planung des Eisspeichers übernahm. „Durch die Variation, also die Kombination mit Eisspeichertechnik, konnte die Speicherkapazität von 520 kWh auf 3.330 kWh um das 6,4 fache gesteigert werden.“

Der Speicher mit Innenmaßen von 2,8 x 5,1 m ist zwei Meter hoch und fasst 25.700 Liter. Die Materialien wurden durch ein kleines Einstiegsloch in den Innenraum gebracht und vor Ort zusammengebaut.